Vorsicht bei Facebook & Co.!

Weltweit nutzen rund 1,4 Mrd. Menschen soziale Netzwerke, Deutschland ist mit ca. 25 Mio. Nutzern das aktivste Social-Media-Land in Westeuropa.

Etwa ein Drittel aller deutschen Unternehmen hat eine Facebook-Fanseite. Keine Frage, soziale Netzwerke führen Menschen zusammen. Aber sie bergen auch Gefahren, denn das Internet vergisst nichts und privat ist dort weitaus weniger, als man denkt!

Genaugenommen ist nichts privat. Laut den AGBs von Facebook wird alles, was Sie auf Ihrem Facebook-Profil einstellen, Eigentum von Facebook. Auch Bilder von Ihren Freunden, die Sie ungefragt übrigens gar nicht veröffentlichen dürfen: Jeder hat das „Recht am eigenen Bild“, jede unerlaubte Veröffentlichung verstößt gegen den Datenschutz. Facebook löscht keine Inhalte – selbst wenn der Anwender sie löscht. Sie sind dann zwar nicht mehr sichtbar, aber alle Verknüpfungen sind weiter aktiv.

Ein weiteres Risiko ist der Identitätsdiebstahl, mit dem vertrauliche Informationen erschlichen werden: Durch Internet-Recherche werden gezielt Informationen über eine Person gesammelt (Foto, Adresse, Arbeitgeber, Hobbys usw.). Damit wird in einem sozialen Netzwerk ein Profil dieser Person erstellt – ohne deren Wissen. Mit diesem „gestohlenen“ Profil werden dann z. B. Arbeitskollegen im gleichen Netzwerk kontaktiert, um sich so sensible Informationen zu erschleichen. Also Vorsicht: Je mehr Sie im Internet preisgeben, um so einfacher ist es für andere, unter Ihrem Namen aufzutreten.

Gefahren lauern auch durch den Missbrauch von Informationen. Profilinformationen oder Forumbeiträge können Gaunern Tür und Tor öffnen, privat wie beruflich. Wenn z. B. ein Systemadministrator über Probleme mit seiner Firewall im Web diskutiert, kann das Angreifen Anhaltspunkte über Schwachstellen liefern. Urlaubsfotos locken z. B. immer wieder Einbrecher an. Anders gesagt: Man muss nicht die Tür eintreten, wenn man über ein Netzwerk erfährt, wo im Garten der Schlüssel versteckt ist.

Vor allem junge Menschen sollten sich darüber im Klaren sein, dass das Internet nichts vergisst und dass ihnen das, was heute cool ist, in ein paar Jahren negativ ausgelegt werden könnte. Es ist mittlerweile gang und gäbe, dass Personalabteilungen Bewerber googlen, und so Mancher hat sich mit unüberlegten Meinungsäußerungen oder fragwürdigen Fotos schon die Zukunft verbaut.

Geizen Sie also im Internet mit persönlichen Informationen. Weniger ist manchmal mehr und vor allem sicherer.

Darauf sollten Sie achten:

  1. Geizen Sie mit persönlichen Informationen. Fragen Sie sich vor jedem Beitrag, ob Sie das auch an eine Litfaßsäule kleben würden.
  2. Trennen Sie strikt Privates und Geschäftliches. Posten Sie auch keine harmlos wirkenden Firmeninterna.
  3. Trauen Sie keinem, den Sie nicht persönlich kennen.  
  4. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie vertrauliche Informationen weitergeben. Auch bei Personen, die Sie kennen; es könnten „falsche Freunde“ sein.