Apps: Nützlich, witzig – und nicht ungefährlich

Egal, was es ist, es gibt eine App dafür. Was viele unterschätzen: So ganz ungefährlich sind die kleinen Dinger oft nicht. Manchmal arbeiten diese sogar klammheimlich im Hintergrund und auch gar nicht im Sinne des Nutzers.

Achten Sie in jedem Fall auf die Rechte, die sich eine App einräumt. Wirkt hier etwas seltsam, dann verzichten Sie am besten auf die Installation. Am problematischsten sind Apps, die Vollzugriff auf das Telefonbuch erhalten. Denn die meisten Nutzer verwalten hier nicht nur Telefonnummern, sondern auch (E-Mail-)Adressen, Geburtstage oder Bilder ihrer Freunde oder Geschäftspartner. Diese Daten können dann im ungünstigen Fall unbemerkt über eine Internetverbindung an den App-Entwickler wandern. TAN und PIN sollten nie als getarnte Telefonnummer gespeichert werden.

Manche Banner führen direkt in die Abofalle: Beim Drücken auf den Banner öffnet sich der Browser oder der AppStore. Tippen Sie nun auf das Bild, wird die Identifikationsnummer der SIM-Karte übertragen. In vielen Fällen müssen Sie nichts weiter tun, um ein Abo abzuschließen. Die Rechnung kommt dann über die Mobilfunkrechnung. Ob sich hinter einem Banner schlichte Werbung oder eine Abofalle versteckt, lässt sich nicht erkennen. Im Zweifelsfall sollten Sie daher keine Banner anklicken. Ähnlich gefährlich können auch sog. In-App-Käufe (also Einkäufe innerhalb der Apps) sein: Kostenlose Apps mit In-App-Käufen  dominieren längst die Charts der umsatzstärksten Apps – sie bieten unter anderem digitale "Juwelentruhen", "Schlumpfbeeren" und "Diamantenkisten" zu Stückpreisen von bis zu 90 Euro an. In-App-Käufe lassen sich in den iOS-Einstellungen (unter Allgemein – Einschränkungen) vollständig deaktivieren.

Teuer kann es auch werden, wenn Sie keine Datenflatrate beim Provider gebucht haben: Viele Programme senden ohne Warnung Daten ins Internet. Manchmal wird, sobald sich das Display abschaltet, die WLAN-Verbindung getrennt und durch eine Mobilverbindung ersetzt. Das kann unter Umständen selbst ein gebuchtes Datenvolumen schnell ausschöpfen. Installieren Sie deshalb ein Programm, das den Datenverkehr überwacht; für nahezu alle Plattformen stehen in den Shops der Hersteller entsprechende Tools bereit.

Fazit: Eine gesunde Portion Skepsis ist angezeigt. Lesen Sie sich vor der Installation die Informationen zur jeweiligen App gut durch – insbesondere, welche Rechte Sie vergeben. Übrigens: Wenn Ihr Akku wieder einmal nach wenigen Stunden leer ist, könnte das auch an Apps liegen.